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Vortrag

Computer-Tomographie und deren Anwendung in der Schadensanalytik

Mittwoch (21.09.2016)
16:10 - 16:30 Uhr Hörsaal A
Bestandteil von:


Computer-Tomographie und deren Anwendung in der Schadensanalytik

Michael Panzenböck, Marlies Borchert, Caroline Freitag

Department Metallkunde und Werkstoffprüfung, Montanuniversität Leoben, Österreich

Während experimenteller Arbeiten mit Kathodenstrahlröhren, entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen 1895 eine seltsame elektromagnetische Strahlung, die er als X-Strahlen bezeichnete. Jahre später wurden diese in „Röntgenstrahlen“ umbenannt. Röntgentechnik und Röntgendiagnostik haben sich in den Bereichen der Medizin und Materialwissenschaft etabliert und besitzen auch in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung einen sehr hohen Stellenwert. Speziell in der Medizintechnik wurde die Entwicklung der Computer-Tomographie (CT) bereits zu Beginn der 70-er Jahre sehr rasch vorangetrieben. Die dreidimensionale Darstellung von Körpern und Bauteilen ist in vielen Bereichen der Technik bereits Standard und hat auch ihren Platz im Bereich der Schadensanalytik und Qualitätssicherung erobert.

Anhand von einigen ausgewählten Beispielen soll die Anwendung der CT im Bereich der Schadensanalytik vorgestellt werden.

So kam es z.B. in einem Fall zu erheblichen Wasserschäden in Gebäuden, infolge schadhafter Ventile. Bereits an zusammengebauten Ventilen konnten die Undichtheiten nachgewiesen werden (Abb. 1). In einem zweiten Fall erfolgte das Versagen von Turbinenteilen nach sehr kurzer Einsatzzeit. In diesem Fall waren die CT-Aufnahmen nicht nur ein wichtiges Hilfsmittel für die Klärung der Versagensursache, sondern sie waren auch maßgebend für Zielpräparationen (siehe z.B. Abb. 2) in der Metallographie.










 

Sprecher/Referent:
Dr.-Ing. Michael Panzenböck
Montanuniversität Leoben
Weitere Autoren/Referenten:
  • Marlies Borchert
    Montanuniversität Leoben
  • Caroline Freitag
    Montanuniversität Leoben