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Vortrag

Korrosionsschaden an einer Seewasserpumpe aus der Mehrstoffalumiuniumbronze CuAl10Fe5Ni5-C-GS

Mittwoch (21.09.2016)
14:25 - 14:45 Uhr Hörsaal A
Bestandteil von:


An einem 20-Zylindermotor der Baureihe 8000 trat nach einer Motorlaufzeit von 1000 h und einer Betriebszeit von ca. 4 Jahren eine Leckage am Gehäuse der Seewasserpumpe auf.

Die Untersuchungen zeigen, dass die Leckage auf Korrosion in Form von Entaluminierung im Bereich von Nacharbeitsschweißungen zurückzuführen ist. Zu der Entaluminierung des normalerweise seewasserbeständigen Werkstoffes CuAl10Fe5Ni5-C – GS kommt es durch Gefügeveränderungen (Bildung der entaluminierungsempfindlichen beta‘-Phase) im Bereich der Wärmeeinflusszone (WEZ) der Schweißnaht.

Laut DIN EN 1982 Anhang A (A.8) ist nach dem Schweißen eine Wärmebehandlung durchzuführen, um ein für die Korrosionbeständigkeit optimales Gefüge wiederherzustellen. Da bei dem vorliegenden Seewasserpumpengehäuse keine Wärmebehandlung erfolgt ist, ist der Schaden eindeutig auf dieses Versäumnis zurückzuführen.

 

Sprecher/Referent:
Martin Schuster
MTU Friedrichshafen GmbH

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