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Poster

Variation des Restaustenitgehalts im hochstickstofflegierten martensitischen Werkzeugstahl X30CrMoN15-1 (1.4108)

Foyer
Bestandteil von:
Beiträge:
- Poster Einfluss der y´- Phase auf das Kriechverhalten einer neuen polykristallinen Nickelbasislegierung (AD730) 1 Anne Hesselink
- Poster Präparation von Rohrquerschnittserien kommerzieller Wärmetauscherrohre 0 Dr. Dirk Bettge
- Poster Bestimmung von Ausscheidungszuständen mittels elektrischer Widerstandmessung 1 Dr.-Ing. Dominik Britz
- Poster 3D Metallographie einer Bruchfläche 1 Fabian Mariano
- Poster Enveloppen-Methode zur Auswertung von Größenverteilungen bei Vergröberungsprozessen 1 Prof. Dana Zöllner
- Poster Gefüge und mechanische Eigenschaften von historischen und aktuellen Stahlträgern im Vergleich - Ein Beitrag zur Sanierung historischer Stahlbaukonstruktionen 1 Dr. Veneta Schubert
- Poster Qualitative und quantitative Gefügeauswertung von ferritischen Schweißgütern unter Berücksichtigung der MA-Mikrophasenverteilungen 0 Oliver Brätz
- Poster Monitoring of phase transformations in steels by in-situ electrical resistance measurements 1 Dr. Mihael Bruncko
- Poster Quantitative Ermittlung von Gefügestrukturinformationen mittels korrelativer Mikroskopie und EBSD an weichmagnetischen Verbundwerkstoffen für elektrische Maschinen 1 Dominic Hohs
- Poster Einfluss von LTT-Decklagen auf die Mikrostruktur- und Härteentwicklung von Mehrlagenschweißungen 1 Dr.-Ing. Jens Gibmeier
- Poster Metallographische Untersuchungen an gebrochenen Hüftprothesen mit Schaftadapter 0 Dr. Dirk Bettge
- Poster Metallographische Zielpräparation von Ungänzen im Zusammenspiel mit ZfP-Methoden 0 Dr. Dirk Bettge
- Poster Variation des Restaustenitgehalts im hochstickstofflegierten martensitischen Werkzeugstahl X30CrMoN15-1 (1.4108) 0 Dajana Valenta
- Poster Ehemalige Austenitkorngrenzen zum Vorschein bringen - Ätzmittel unter der Lupe 1 Dr.-Ing. Dominik Britz
- Poster Einflüsse der EBSD-fähigen Randbereichspräparation bei Eisenwerkstoffen verschiedener Härtegrade 0 Kai Rochlus

Zusatzveranstaltung Postersession
Gehört zu:


Hochstickstofflegierte martensitische Werkzeugstähle vereinen Korrosions- und Verschleißbeständigkeit mit guten mechanischen Eigenschaften. Im Gegensatz zu herkömmlichen Werkzeugstählen ist die Korrosionsbeständigkeit ein großer Vorteil. Mit 15 Gew.% Chrom, 1 Gew.% Molybdän und ca. 0,4 Gew.% Stickstoff ist die Wirksumme gegen Lochfraß besonders hoch. Aufgrund des hohen Chromanteils ist der X30CrMoN15-1 sehr gut härtbar. Die interstitiellen Legierungselemente Kohlenstoff und Stickstoff fördern die guten mechanischen Eigenschaften und haben in Kombination mit dem hohen Chromanteil in Form von Chromcarbiden und –nitriden erheblichen Einfluss auf die Verschleißbeständigkeit. Aufgrund der guten Korrosions- und Verschleißbeständigkeit wird dieser Stahl z.B. im Maschinenbau als Lagerwerkstoff oder in der Medizin als Messer genutzt. Einen wesentlichen Einfluss hat dabei der Restaustenit, der für jede Anwendung optimiert werden muss.


Im Rahmen dieser Arbeit wurde mittels verschiedener Wärmebehandlung über die Anlasstemperatur und Mehrfachanlassenzyklen der Restaustenitgehalt variiert. Der Ausgangszustand war bei allen Anlassversuchen 1h/1100°C/Öl+2h/-196°C/Luft. Nach dem Tiefkühlen wurde bei drei verschiedenen Temperaturen angelassen (200°C; 500°C; 650°C). Bei 500°C und 200°C wurden die Proben sechsmal, bei 650°C Anlasstemperatur wurden die Proben zweimal angelassen. Die Proben wurden im Anschluss metallographisch untersucht. Für Lichtmikroskopische Untersuchungen wurde mit zwei verschiedenen Säuren geätzt. V2A-Beize zeigte martensitische Bereiche deutlich besser als Kalling. Um Restaustenit- und Martensitanteile besser bestimmen zu können, wurden die Proben für EBSD-Messungen präpariert. Mittels Phasenmappings konnten die Anteile gut unterschieden werden. Nach zweimaligem Anlassen wurde bei einer Anlasstemperatur von 650°C kein Restaustenit mehr gemessen.

 

 

 

Sprecher/Referent:
Dajana Valenta
Universität Duisburg-Essen
Weitere Autoren/Referenten:
  • Sedat Güler
    Universität Duisburg-Essen
  • Prof. Dr. Alfons Fischer
    Universität Duisburg-Essen